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Am
18. Mai 2010 feierten wir zum Sonnenaufgang Cernunnos
- dieser Tag ist den Männern gewidmed und wir bitten den Gehörnten
um seinen Segen für sie -
warten auf die Sonne
Der keltische Naturgott Cernunnos (gesprochen Kernunnos) wurde bereits
in der Steinzeit als Naturgott verehrt.
In der keltischen Sprache bedeutet Cernunnos soviel wie: „der
Gehörnte“.
Er gilt als Herr der Tiere und als Begleiter der großen Erdgöttin.
Er wird als Gott der Natur, des Waldes, der schöpferischen
Naturkräfte, der Fruchtbarkeit, der Zeugungskraft, des Wachstums,
der Reinkarnation, der Kreuzwege, der Krieger aber auch als Gott
der Liebe und als Gott des Wohlstandes und Reichtums bezeichnet.
Er fördert Lebenskraft und Fruchtbarkeit und verkörpert
die Heiligkeit der freien Natur, die Freiheit der Wildnis und eine
Freiheit des Mensches als Teil dieser wilden Natur.
Er steht für eine bereits bei den paganen Gottesvorstellungen
vorhandene Dreiheit – hier: Naturglaube, Schutz und Ernährung.
Drei Begriffe, die im Heidentum von jedem Mann - je nach persönlichen
Vorlieben - verschieden stark zu verwirklichen sind und immer zusammengehören.
Ein wahrer Mann hat danach nicht nur geistig-religiös, nicht
nur als Krieger oder nicht nur als Ernährer tätig zu sein,
sondern er hat alle drei Anforderungen zu erfüllen: Er hat
seine Familie zu ernähren, er hat sie zu schützen und
er hat sich geistig weiter zu entwickeln.
Alles andere bedeutet ein wertvolles Leben nur zu vergeuden und
der Natur zu schaden. Nur Väter sind nach diesen paganen Glaubensgesetzen
ganze Männer. (Anmerkung: Wobei dies natürlich auch heute
einen gewissen nicht zu leugnenden Wahrheitsgehalt hat.)
Cernunnos trägt oft auch die Namen: Cernowain, Cernenus, Herne,
Esus, Großer Vater, der Gehörnte oder der Jäger.
Pan, Dionysos, Satyr, Karnayna
Die Druiden nannten ihn Hu-Gadarn.
Ein Hirsch (ein Gehörnter) gilt in vielen Kulturkreisen der
Erde als Vertreter von Sonne und Licht auf der Erde - als Lichtbringer.
Cernunnos wird oft als bärtiger Mann mit langen Haaren und
zwei Hörnern oder einem Geweih auf dem Kopf dargestellt.
Die berühmteste Abbildung des Gottes dürfte die auf dem
„Kessel von Gundestrup“ sein. Der Kessel wurde 1891
in Nordjütland / Dänemark gefunden und stammt aus dem
1. oder 2 Jahrhundert vor Null. Die Abbildung darauf zeigt den Gehörnten
in einer Gruppe von Tieren sitzend. Einem Hirsch rechts, und einem
Wolf links von ihm kommen besondere Bedeutung zu. Er sitzt trennend,
zwischen diesen beiden Tieren, die für das Leben (Hirsch) und
für Tod und Vernichtung (Wolf) stehen. Wenn er könnte
würde der Wolf den Hirsch zerreißen. Cernunnos zwischen
den beiden Tieren bildet einen Ausgleich und somit ein Gleichgewicht
zwischen Leben und Tod.
Während der sogenannten Christianisierung Europas wurden die
christlichen Missionare immer wieder mit den alten Naturgöttern
und einem enormen Wissen der alten Priesterinnen und Priester konfrontiert.
Das bereite den Missionare offenbar eine gewisse Angst und Sie machten
den von ihnen verhassten Cernunnos, dem noch immer eine große
Bedeutung geschenkt wurde, zum Dämon, zum „gehörnten“
Gegenspieler des „einen wahren Gottes“ – zum Teufel
und Satan.
Dabei ist Satan in der Wortbedeutung eigentlich der Gegner, Widersacher
oder Ankläger. Das englische „Devil“ findet eine
Parallele im indischen Wort „Devi“ und bedeutet dort
soviel wie Gott. Somit ist Satan nur ein Gott, der dem Christentum
widerspricht. Widerspruch weil die natürlichen Instinkte der
Menschen verboten werden und die Natur missachtet wird.
Aber ist denn ein derartiger Widerspruch tatsächlich so Böse
?
Im Laufe der Jahrhunderte wurden dann, da insbesondere der Glaube
an Cernunnos – wenn auch nur versteckt – anhielt, ersatzweise
der heilige Eustachius und noch später auch die Legende von
Hubertus erfunden, um den Menschen die Abkehr von Cernunnos zu erleichtern.
So verbirgt sich eigentlich hinter den sogenannten Heiligen der
ersten, christlichen Jahrhunderte im Grunde immer ein wichtiger
Naturgott oder eine wichtige Naturgöttin. Nur durch diesen
Paganismus konnte die von den römischen Päpsten gewollte
Christianisierung voranschreiten.
kleiner Altar am Rhein
noch
etwas kühl 
Reinigung
unsere
Gaben wurden angenommen
heilsame Asche
Avalon im Rhein
schwarze
Kerzen mit unseren Bitten an Cernunnos - für die Männer
die uns wichtig sind
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